Alle*Daten (2020) basiert auf dem Buch “Unsichtbare Frauen” der Journalistin und feministischen Aktivistin Caroline Criado Perez. In diesem Buch enthüllt die Autorin geschlechtsspezifische Unterschiede, die sich durch die gesamte Geschichte der wissenschaftlichen Datenerhebung ziehen und die dadurch verbreiteten strukturellen sowie auch oft unsichtbaren Diskriminierungen in unserer Gesellschaft.
Das Ziel war es, mit Kurzgeschichten auf die bestehenden Diskriminierungen aufmerksam zu machen. Eine temporäre Website mit einer interaktiven Storyboard-Karte zeigte Gegenstände, die im öffentlichen Raum wieder auffindbar waren und mit einem Link zu der Website und den jeweiligen Kurzgeschichten führten. Die User:innen wurden so über den „Gender Data Gap“ aufgeklärt. Bei Interesse konnten die Leser:innen eigene Erfahrungen zuschicken, die als Beitrag auf der Website geteilt wurden.
Künstlerinnen:
Lisa Caligagan, Akademie der Bildenden Künste Wien
Theresa Hajek, Universität für Angewandte Kunst Wien
Vitória Monteiro, Akademie der Bildenden Künste Wien
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ArTerre (2020) war eine von Künstler:innen entwickelte Smartphone-App, die anhand von Kunst Nachhaltigkeit vermittelte.
Ein digitales Atelier ermöglichte es Künstler:innen ihre Werke einer breiten Masse zu präsentieren. Dabei wechselten die Kunstwerke in einem Intervall, sodass stets neue Kunstwerke vorgestellt wurden.
Audio- und Videoaufnahmen von den Künstler:innen konnten abgespielt werden, um ihre Intention und Gedanken zu erkunden. Dadurch wurden nachhaltige Werte vermittelt und Lösungswege für individuelles Handeln präsentiert.
Die App lehrte unterhaltend Nachhaltigkeit und motivierte zu nachhaltigen Aktionen.
Künstler:innen und Musiker:innen
Lyriel Benameur, Universität Mozarteum Salzburg
Mara Mittelberger, Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien
Kevin Plet, Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien
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Das Projekt BikeIn3Languages (2020) umfasste verschiedene Dimensionen eine Radtour von Salzburg nach Litauen. Litauen wurde als Ziel ausgewählt, da dort lange Zeit Naturreligionen eine große Rolle gespielt und die Verbindung zur Natur stark geprägt haben. Während der Radtour hatten die Teilnehmenden bedrucktes Samenpapier (Papier, in dem Pflanzensamen verarbeitet sind, kann angepflanzt werden)t dabei, das sie an die Menschen, denen sie auf der Reise begegneten, verteilten.
Insbesondere hatte das Projekt zum Ziel, Menschen zum Radfahren zu bewegen. Radfahren hat mit Selbstwirksamkeit zu tun; mit den eigenen physischen und mentalen Kräften. Es soll mit der eigenen physischen Aktivität geworben werden, da der Körper das naturverbundendste Medium ist, über das der Mensch verfügt.
Künstlerin und Projektinitatorin
Pamina Milewska, Universität Mozarteum Salzburg
Instagram: @bikein3languages
Soundcloud: smellsoundstory
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Das Projekt Humannaturian (2020) erkundet die akustischen Ebenen der Nachhaltigkeit. Ein Soundprojekt aus über 50 Stunden Feldaufnahmen stellt Naturklang, von Menschen verursachten Lärm und künstlerisch improvisierte Musik in Relation zueinander. Das akustische Grundgerüst besteht darin, dass die Lautstärke des von Menschen verursachten Lärms ansteigt, während die Lautstärke der Natur im Verhältnis des derzeitigen Artensterbens abfällt. Dieses Grundgerüst wiederholt sich immer wieder.
An den Nullpunkten der Naturgeräusche setzen Improvisationen der zeitgenössischen Musik und Elektro-Akustik verschiedener Musiker:innen ein, mit deren Beitrag die Lautstärke des von Menschen verursachten Lärms abnimmt und die Klänge der Natur wieder zunehmen. Im Gegensatz zu den Geräuschen der Natur fällt der ‚menschliche Lärm‘ jedoch nie unter einen bestimmten Wert ab, da, solange der Mensch existiert, dieser weiter Lärm generiert. Dieses Sinnbild steht für die Arbeit, die der Mensch leisten muss, um die Natur neben unserem Alltag am Leben zu erhalten.
Künstler:innen und Musiker:innen
Sassan Bahman, Universität für Angewandte Kunst Wien
Tihana Dovhanj, Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien
Benno Duenser, Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien
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Raum für Nachhaltigkeit (2020-2023) verkörpert eine Plattform zur Vernetzung von Kunst- und Bildungsprojekten, die eine lebenswerte Zukunft für alle beleuchtet. Alle teilnehmenden Kunstuniversitäten finden hier die Möglichkeit, sich innerhalb der eigenen Institution sowie mit anderen Institutionen zu verbinden und über aktuelle Projekte zum Thema Kunst und Nachhaltigkeit zu erfahren – vor Ort und online.
Die Prinzipien sind: Sichtbarkeit – Vernetzung – Gemeinschaft.
Seit der ersten Umsetzung des Projektes finden mehrmals im Jahr Vernetzungstreffen für, von und mit Kunst- und Musikstudierenden statt.
Mehr Informationen unter www.change.uni-ak.ac.at
Künstler:innen und Musiker:innen
Alexander Belau, Kunstuniversität Graz
Binta Diallo, Universität für Angewandte Kunst Wien
Natascha Gerold, Universität für Angewandte Kunst Wien
Franziska Nössing, Universität Mozarteum Salzburg