Conquest Garden (2024) is a multimedia installation consisting of bouncing balls in the form of plant seeds, floor and wall markings, and three objects. These elements all come together in a game: visitors are invited to throw the seed balls around and interact with the marks and obstacles in the space.
The installation is born out of an extensive research by the collective about invasive species and plant behaviour at abandoned lots in urban space. Neglected sites in Vienna were studied by the group, and their elements serve as the source material for the installation. The design of the bouncing ball seeds are inspired by the plant species which thrive at these abandoned sites. The seeds are a metaphor for the interconnectedness between ‘undesirable’ plant species and human attempts to control or eliminate them. The floor- and wall markings are designed after the remains of human-made borders found at these sites, such as parking or property lines, which plants organically cross. The concrete and paper maché objects are directly modelled after remnants of buildings found at these sites. They come into a playful interaction with the seed balls as rigid obstacles.
The patterns, objects and materials that can be traced back to these abandoned sites, and the playful presentation which allows visitors to become active participants in the installation translate the complexity of coexistence between human and plant species.
GERMAN VERSION:
Conquest Garden (2024) ist eine Multimedia-Installation, die aus Flummis in Form von Pflanzensamen, Boden- und Wandmarkierungen sowie drei Objekten besteht. All diese Elemente werden zu einem Spiel zusammengefügt: die Besucher:innen sind eingeladen, die Samenbälle umherzuwerfen und mit den Markierungen und Hindernissen im Raum zu interagieren.
Die Installation ist das Ergebnis einer umfassenden Recherche des Kollektivs über invasive Arten und das Verhalten von Pflanzen auf verlassenen Grundstücken im urbanen Raum. Vernachlässigte Orte in Wien wurden von der Gruppe untersucht; ihre Elemente dienen als Ausgangsmaterial für die Installation. Das Design der Samen-Flummis ist inspiriert von den Pflanzenarten, die auf diesen verlassenen Flächen gedeihen. Die Samen sind eine Metapher für die Verflechtung zwischen „unerwünschten“ Pflanzenarten und dem Versuch des Menschen, sie zu kontrollieren oder gar zu beseitigen. Die Boden- und Wandmarkierungen sind den Überresten der von Menschenhand geschaffenen Grenzen nachempfunden, die an diesen Orten zu finden sind, wie z. B. Park- oder Grundstücksgrenzen, und die von den Pflanzen organisch überschritten werden. Die Objekte aus Beton und Pappmaché sind den Überresten von Gebäuden nachempfunden, die an diesen Orten zu finden sind. Sie treten in eine spielerische Interaktion mit den Samen-Flummis als starre Hindernisse.
Die Muster, Objekte und Materialien, die auf diese verlassenen Stätten zurückgehen, und die spielerische Präsentation, die die Besucher:innen zu aktiven Teilnehmer:innen der Installation werden lässt, übersetzen die Komplexität der Koexistenz zwischen Mensch und Pflanze.
Bíborka Beres, Akademie der bildenden Künste Wien
Sonnhild Essl, Kunstuniversität Linz
Franziska Prohaska, Akademie der bildenden Künste Wien